Worauf sollte man beim Kauf eines Fishfinders achten?
Wenn du dich in die Welt der Fishfinder einarbeitest, wirst du schnell feststellen, dass es viele unterschiedliche Möglichkeiten hinsichtlich Marke, Preis und Funktionen gibt. Und da ein Fishfinder meist eine Investition ist, ist es nicht verwunderlich, dass du dir früher oder später die Frage stellst: Worauf sollte ich beim Kauf eines Fishfinders achten? In diesem Blog erklären wir dir, welche Spezifikationen für dich wichtig sind!
Fishfinder kaufen
Die Wahl des richtigen Fishfinders hängt natürlich von der Angelart ab, für die du ihn verwenden möchtest. Jede Option hat ihre Vor- und Nachteile. Wenn du zum Beispiel aktiv auf Hecht angeln willst, ist ein Modell mit SideScan besonders interessant. Damit kannst du ein viel größeres Gebiet absuchen und so einfacher Strukturen oder Fische finden. Aber auch für den Karpfenangler ist ein SideScan hilfreich, um den perfekten Spot ausfindig zu machen.
Bild eines Fishfinders mit SideScan
Mit oder ohne GPS?
Heutzutage verfügen fast alle Fishfinder über GPS. Die Frage ist daher eher: Warum GPS?
Die Vorteile von GPS:
- Setzen von Wegpunkten/Markieren von Positionen, z. B. ein guter Angelplatz oder ein Hindernis
- Navigation auf dem Wasser – besonders nützlich bei plötzlichem Nebel, Regen oder Gewitter
- Speichern von gefahrenen Strecken und Routen
- Tiefenkarten erstellen – die meisten Echolote ermöglichen das Erstellen eigener Tiefenkarten, die auf dem Gerät gespeichert werden können. Auch externe Karten wie die Navionics-Gewässerkarten können installiert werden.
Ein Fishfinder mit GPS bietet viele Vorteile
Welche Bildschirmgröße wählen?
Ein großer Bildschirm ist leichter ablesbar – besonders wenn du aktiv angelst und etwas weiter vom Bildschirm entfernt stehst. Bei Verwendung der Split-Screen-Funktion ist ein größeres Display ebenfalls von Vorteil, da du mehrere Sonaransichten gleichzeitig anzeigen kannst. Vor allem beim Einsatz von SideScan macht ein großer Bildschirm einen echten Unterschied. Größer ist in diesem Fall oft wirklich besser – besonders wenn dein Fishfinder wie z. B. der Raymarine Axiom sogar Netflix kann!
Wähle einen größeren Bildschirm, wenn du öfter weiter entfernt vom Gerät angelst
Touchscreen – ja oder nein?
Beim Kauf eines Fishfinders solltest du auch überlegen, ob du ein Modell mit oder ohne Touchscreen möchtest. Worauf solltest du dabei achten? Vorteile von Touchscreen-Fishfindern:
- Schnelle Bedienung – z. B. beim Setzen eines Wegpunkts oder Zoomen
- Größere Anzeige, da keine Knöpfe vorhanden sind
Nachteile:
- Mit normalen Angelhandschuhen nicht bedienbar (am besten spezielle Touchscreen-Handschuhe nutzen)
- Display wird durch Fingerbedienung schneller schmutzig
Ein Touchscreen-Fishfinder lässt sich schnell und einfach bedienen
Welche Sonartechnologien gibt es und wofür sind sie geeignet?
Da es viele unterschiedliche Sonartechnologien gibt, findet sich für jede Angeltechnik die passende Lösung. Hier eine kurze Übersicht:
- Traditionelles Sonar: Zeigt die Bodenhärte, Strukturen und Fischsymbole in Farben an. Diese Sonare senden kegelförmig direkt unter das Boot. Je tiefer das Wasser, desto größer die Reichweite des Sonars.
- DownScan: Gibt ein fotorealistisches Bild vom Boden, Strukturen und Fischen. Dank höherer Frequenzen liefert DownScan ein schärferes Bild, um Fische oder Pflanzen besser zu erkennen. Auch dieses System arbeitet mit einem kegelförmigen Schallkegel, der aber breiter als beim normalen Sonar ist.
- SideScan: Diese Technologie zeigt nicht den Bereich unter dem Boot, sondern die Bereiche links und rechts daneben – bis zu 30 Meter auf beiden Seiten. Vorteil: Du siehst genau, auf welcher Seite sich ein Objekt oder Fisch befindet.
- 3D-Sonar: Zeigt die gesamte Wassersäule plus Boden in 3D. Sehr hilfreich, um Hindernisse oder Krautfelder zu entdecken und als GPS-Wegpunkt zu speichern. Auch Gefälle und Vertiefungen lassen sich exakt darstellen – ideal für Karpfen- oder Zanderangler, die gezielt an solchen Spots fischen möchten.
Fishfinder mit traditionellem Sonar
Fishfinder mit DownScan
Fishfinder mit SideScan
Mit 3D-Sonar erhältst du beeindruckende Unterwasserbilder
- 360-Grad-Sonar: Einzigartig bei Humminbird, zeigt das gleiche Bild wie SideScan, jedoch in 360° rund ums Boot. Besonders nützlich für den aktiv angelnden Raubfischangler.
- Live-Sonar: Die neueste Entwicklung in der Sonartechnologie. Wie der Name schon sagt, zeigt sie die Unterwasserwelt in Echtzeit an. Vor allem für die pelagische Angelei und das Welsangeln ist Live-Sonar eine echte Revolution. Früher war es schwer, die genaue Position der Fische in Relation zum Boot zu bestimmen. Das geht zwar mit SideScan, aber nicht besonders präzise.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Panoptix PS30-Geber von Garmin. Dieser Geber hat einen breiten Echtzeit-Sichtwinkel, mit dem man auf einen Blick erkennen kann, auf welcher Seite des Boots sich die Fische befinden.
Die Garmin Panoptix GLS 10 Black Box mit LVS32-Geber (Livescope-Geber) zeigt bis zu 30 Meter nach vorn und je nach Tiefe etwa 6 Meter hinter dem Boot mit einem Sichtwinkel von 20 Grad. Mit dieser realistischen Live-Sonar-Technologie kannst du nicht nur die Größe der Fische erkennen, sondern mit etwas Erfahrung sogar die Fischart bestimmen.
Aktuell ist Garmin der Vorreiter in Sachen Live-Sonar, aber auch Lowrance hat mit LiveSight und Active Targeting nachgezogen. Humminbird kündigte bereits für 2021 die Einführung von Live-Sonar an (Mega Live Imaging).
Was sieht man eigentlich auf einem Fishfinder?
Im folgenden Video, aufgenommen mit einem Garmin 8410xsv und Livescope-Geber, ist zu sehen, wie ein Zander aus seinem Versteck auf einen Kunstköder reagiert. Man sieht deutlich, wie er zögert und schließlich doch wieder in seine sichere Deckung zurückkehrt.
Zum Schluss
Hast du noch Fragen zu Fishfindern? Dann wende dich gerne an unseren Kundenservice – wir helfen dir gerne weiter. Oder besuche uns in einer unserer Angelgeschäfte in Almelo, Lelystad, Rijen oder Steenwijk!
Willst du dir einen Fishfinder kaufen? Das kannst du natürlich direkt bei uns im Laden oder online in der Rubrik Fishfinder.
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