Streetfishing in Amsterdam – Lies hier meine Tipps!
Streetfishing ist ein immer beliebter werdender Teil des Raubfischangelns. Streetfishing macht unglaublich viel Spaß und es ist gesellig, sich als Angler in der Atmosphäre der Stadt unter Berufspendlern zu bewegen. Als Angler sind wir gerne in der Natur, aber ein lebendiges Stadtbild ist eine willkommene Abwechslung. Sich aktiv durch die Innenstadt zu bewegen und auf Fischsuche zu gehen, ist eine tolle Herausforderung.
In diesem Blog nehme ich dich mit in unsere Hauptstadt. Ich gehe ausführlich auf die Materialwahl und Angeltechniken ein – aber vor allem auf die besondere Atmosphäre dieses Abenteuers.
Unterwegs nach Amsterdam
Egal ob mit dem Auto oder dem Zug – der Hauptbahnhof ist ein großartiger Startpunkt für das Angelabenteuer in Amsterdam. Dieses relativ kleine Gebiet bietet viele Möglichkeiten, unsere stacheligen Freunde zu überlisten. Mal sehen, ob wir sie heute mit einem leckeren Gummifisch verführen können!
Auch heute starte ich nach einer kurzen Autofahrt von zu Hause am Hauptbahnhof. Am IJ prüfe ich zuerst, ob Strömung vorhanden ist – das beeinflusst die Wahl des Bleigewichts. Ich angle am liebsten so leicht wie möglich, aber so schwer wie nötig. Standardmäßig montiere ich einen Gummifisch mit einem 10g-Jigkopf und prüfe, ob ich den Grund erreiche, ohne dass mein Köder komplett abdriftet. Klappt das zu leicht, wechsle ich zu leichterem Gewicht. Wenn es kaum geht, nehme ich ein schwereres Blei. Wichtig ist, dass der Gummifisch nicht hart auf dem Grund aufschlägt, sondern langsam hinuntergleitet. Ich will immer Kontakt zu meinem Köder behalten. Ein 14g-Jigkopf kann bei dieser Fischerei schon ziemlich schwer sein.
Das Tackle – schön leicht!
Ich habe mich entschieden, leicht bepackt loszuziehen: eine kleine Tasche mit Gummifischen und Jigköpfen, eine straffe 2,70m Rute mit einer 2500er Stationärrolle und einem teleskopischen Kescher. Auf der Rolle habe ich eine geflochtene Schnur in 8/100 mit einem Vorfach aus 28/100 Fluorocarbon von einem Meter Länge. Vergiss nicht, etwas zu essen mitzunehmen – oder hol dir was Leckeres an einem der vielen Food-Spots in der Stadt. Spart Platz im Gepäck!
Am Spot angekommen
Die Platzwahl ist nicht immer entscheidend – Zander und Barsch kann man fast überall finden. Ich habe aber meine Favoriten. Die Fahrradfähre und der lange Steg westlich davon sind für mich immer ein Muss – dort gehe ich selten ohne Biss weg.
Am Spot angekommen werfe ich meinen Gummifisch aus und halte schon beim Absinken Kontakt. Oft wird der Köder bereits im Mittelwasser genommen. Passiert das bei schlaffer Schnur, merkt man den Biss nicht. Deshalb halte ich meine Schnur immer auf Spannung!
Ich bevorzuge Gummifische in natürlichen Farben. Meist verwende ich Jigköpfe mit Hakengröße 3/0 für 10cm Shads und 1/0 für 7cm Shads.
Langsam fischen lohnt sich
Den Kontakt zum Grund zu halten ist wichtig – schnelles Angeln ist hier nicht nötig. Du wirst feststellen, dass eine langsame Köderführung oft richtig harte Bisse bringt. Besonders im Herbst und Winter lassen sich so viele Fische überlisten.
Neben dem IJ kann man auch hervorragend mitten in der Stadt angeln – z. B. an Brücken, Booten oder Stegen. Barsche findest du hier fast immer. Ein 7cm-Shad mit einem 5g-Kopf reicht meist völlig. Oft fängst du so dutzende Barsche – auch richtige Brocken!
In der Innenstadt angle ich lieber mit einer kürzeren Rute (220 cm) mit 3–12 g Wurfgewicht.
Streetfishing – perfekt zum Technikwechsel
Es gibt viele Methoden, erfolgreich zu sein: Dropshot, Carolina Rig oder Texas Rig zum Beispiel. Diese Art zu angeln lässt sich in fast jeder größeren Stadt mit Grachten betreiben. Amsterdam mit seinen vielen Kanälen und Gewässertypen ist ein echtes Streetfishing-Paradies. Denk aber dran – du bist nie allein in einer Großstadt. Schau beim Auswerfen immer hinter dich, damit du niemanden triffst. Und achte auf das Wasser – in Amsterdam sind viele Rundfahrtboote unterwegs. Wir wollen Fische fangen – keinen Streit mit dem Kapitän!
Du musst nicht mit dem Auto kommen – der Zug ist eine super Alternative. Steigst du am Hauptbahnhof aus, stehst du direkt mitten im „Urban Fishing“-Gebiet!
Streetfishing-Ausrüstung
- Rute: 270 cm, 7–25 g
- 220 cm, 3–12 g
- Rolle: 2500er Frontbremse
- Schnur: Geflochten, 8/100
- Vorfach: 1 m Fluorocarbon 25 oder 28/100
- Kescher: Gummibeschichtetes Netz
- Zangen: Lange Lösezange und Schneidezange
- Jigköpfe: 7–14 g
- Shads: 7–10 cm
- Abhakmatte: Kompakte Rollmatte
Die 2,70 m Rute hat eine etwas straffere Aktion als die kürzere 2,20 m Rute. Da die Kaimauern in der Stadt recht hoch sind, empfehle ich einen Kescher mit Teleskopstiel – ich nutze meist einen mit 2,50 m Länge.
Möchtest du mehr über diese Angelmethode erfahren? Komm gerne in unseren Store in Lelystad – ich helfe dir gerne weiter!
Zum Schluss
Hast du noch Fragen? Dann wende dich gerne an unseren Kundendienst. Oder besuche uns in einem unserer Angelläden in Lelystad oder Steenwijk!
Möchtest du bei deiner nächsten Streetfishing-Session Erfolg haben? Dann besorge dir schnell das richtige Raubfischtackle – und leg los!
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