Felsiger Gebirgskamm mit schneebedeckten Gipfeln

Karpfenplatz finden? Mit einem Marker ausloten!

Das Wichtigste beim Karpfenangeln ist, den richtigen Spot zu finden. Angelst du nicht an der richtigen Stelle, bleiben die Bisse aus! An der Wasseroberfläche kannst du oft schon potenzielle Plätze erkennen – z. B. Schilfkanten, Brückenpfeiler oder Seerosenfelder. Doch wie sieht es unter Wasser aus? Angelst du über Schlamm, Sand, Kies oder Muscheln? Und wie tief ist es überhaupt? Stell dir vor, du legst deinen Köder auf 8,50 m Tiefe direkt in den Schlamm – nicht optimal!

Was brauchst du?

Karpfen_Marker_Ausrüstung_Raven

  • Alles, was du brauchst, um einen guten Karpfenplatz zu finden!
  • Die Bodenstruktur deines Spots erkunden

    Wenn deine Rute montiert ist und du einen guten Spot ins Auge gefasst hast, beginnt das Ertasten des Gewässerbodens mit dem Markerblei. Entferne zunächst die Markerschwimmer, um ein besseres Gefühl beim Schleppen zu haben. Nach dem Auswerfen richtest du die Rute auf das Blei und straffst die Schnur. Nun ziehst du das Blei langsam über den Grund, indem du die Rute zur Seite führst. Durch die spezielle Form des Bleis fühlst du genau, was am Gewässerboden passiert:

    • Schlamm: gleichmäßiger Widerstand, schleppendes Gefühl
    • Sand: leichtes Schleifen mit kleinen Rucklern
    • Muscheln/Kies: kräftige Vibrationen in der Rutenspitze
    • Kraut/Pflanzen: Markerblei hakt kurz ein und löst sich immer wieder – spürbar in der Spitze
    Karpfen_Marker_Blei_Raven

  • Mit dem Markerblei spürst du exakt, was auf dem Grund liegt.
  • Was ist ein interessanter Spot?

    Karpfen fressen grundsätzlich überall dort, wo sich Futter befindet. Du kannst also auf fast jedem Untergrund Karpfen fangen. Entscheidend ist jedoch, dass du deinen Köder optimal präsentieren kannst – das gelingt am besten auf festem Grund wie Sand, Muscheln oder Kies.

    Tiefenmessung mit dem Markerschwimmer

    Hast du einen Spot gefunden, wähle einen Fixpunkt am gegenüberliegenden Ufer – so weißt du später genau, wohin du werfen musst. Ziehe 1–2 Meter Schnur von der Rolle und klemme die Schnur in den Line Clip deiner Rolle. Dadurch wirfst du immer exakt gleich weit. Rolle das Blei ein und befestige jetzt den Markerschwimmer an der Montage. Wirf die Montage erneut zum Referenzpunkt und lass sie am Line Clip stoppen – wirf nicht zu hart, um die Schnur oder den Clip nicht zu beschädigen.

    Karpfen_Schnur_Lineclip_Raven

  • Mit dem Lineclip wirfst du immer auf die gleiche Stelle.
  • Sobald das Blei das Wasser berührt, straffe die Schnur, bis der Marker am Blei anliegt. Gib nun schrittweise jeweils 50 cm Schnur und zähle, wie oft du das machst. Kommt der Marker nach 7,5 Mal an die Oberfläche, ist die Stelle 3,75 m tief.

    Falls du keinen geeigneten Untergrund findest, kannst du auf diese Weise auch nach Tiefenunterschieden suchen. Spannende Spots sind z. B.:

    • Rinnen, z. B. der Rand einer Fahrrinne
    • Flache Plateaus – z. B. bei 4 m Wassertiefe ein 2,5 m Plateau
    • Vertiefungen, in denen sich viel natürliches Futter sammelt
    Karpfen_Marker_Rute_Raven

  • Schrittweise Schnur geben, bis der Marker auftaucht.
  • Mach dich auf die Suche nach dem perfekten Spot!

    Denk daran: Beim Karpfenangeln ist es besser, Zeit ins Suchen eines guten Platzes zu investieren, als stundenlang an einem schlechten Spot zu fischen. Das ist der Unterschied zwischen Fang und Blank! Ich hoffe, ich konnte dir einige Tipps geben und wünsche dir viel Erfolg bei deiner nächsten Suche nach dem perfekten Platz.

    Zum Schluss

    Hast du noch Fragen zur Anwendung von Markern beim Karpfenangeln? Dann wende dich gerne an unseren Kundenservice – wir helfen dir gerne weiter. Oder besuche uns in einem unserer Angelgeschäfte in Lelystad oder Steenwijk!

    Möchtest du auch bei deiner nächsten Karpfensession Erfolg haben? Dann hol dir jetzt das richtige Karpfenzubehör – vielleicht fängst du schon bald deinen PB des Jahres!

    Ich hoffe, du konntest einige hilfreiche Tipps mitnehmen – viel Erfolg und Petri Heil!