Felsiger Gebirgskamm mit schneebedeckten Gipfeln

Karpfenangeln vom Boot – So geht's!

Das Karpfenangeln vom Boot eröffnet dir ungeahnte Möglichkeiten – du erreichst Stellen, die vom Ufer aus kaum zugänglich sind. Diese Chance solltest du unbedingt nutzen! Doch wie befestigt man das Boot richtig, ohne ständig Fehlalarme auf dem Bissanzeiger zu bekommen? Im Folgenden zeige ich dir die verschiedenen Möglichkeiten.

Anlegen an Steg oder Ufer

Die erste Möglichkeit ist, das Boot an einem Steg oder am Ufer festzumachen. Der große Vorteil: Du bekommst kaum Fehlalarme, da das Boot stabil liegt. Lege dich aber niemals einfach irgendwo ins Schilf – das ist meist verboten.

Steg

Der Nachteil: Stege werden oft auch von anderen genutzt. Kürzlich wollten wir am Lauwersmeer eine viertägige Session machen – zehn Tage vorher hatten wir bereits angefüttert und die ganze Woche über war niemand da. Als wir ankamen, lag dort plötzlich ein Freizeitboot. Ärgerlich. Die Frau an Bord schaute schon unfreundlich, als wir auf der anderen Seite anlegten. Ich erklärte ihr, dass wir hier gefüttert hatten und deshalb genau hier fischen wollten – und dass nachts durchaus mal ein Bissanzeiger losgehen kann. Nach etwa einer Stunde sagte sie, sie würden sich doch einen anderen Platz suchen. Ich habe sie natürlich nicht weggeschickt – nur freundlich erklärt, dass es für sie selbst angenehmer wäre.

Vor Anker

Alternativ kannst du auf offener Wasserfläche ankern. Ich halte das nicht für die beste Lösung, aber manchmal geht es nicht anders. Das Boot hat dann immer etwas Spielraum, was Bewegungen betrifft. Ich nutze diese Methode nur, wenn das Wasser tiefer als zwei Meter ist.

Als Anker verwende ich Klappanker. Diese sind im eingeklappten Zustand kompakt und leicht zu verstauen. Für besseren Halt ist eine zwei Meter lange Kette befestigt, daran wiederum ein ausreichend langes Seil. Dieses sollte mindestens dreimal so lang wie die Wassertiefe sein – sonst löst sich der Anker zu leicht.

Mit zwei Ankern liegt man schon recht stabil, mit dreien sogar noch besser – wie bei einem Hocker mit drei Beinen, der niemals wackelt. Nachteil: Du musst jeden Fisch mit einem Beiboot landen, da er sich sonst in den Ankerleinen verheddern kann.

Anker

Karpfenangeln vom Boot mit Stangen

Last but not least – das Festmachen mit zwei Stangen (Pole Anchors). Diese Methode ist mein klarer Favorit. Der Vorteil: Du liegst extrem stabil und kannst deinen Platz frei wählen. Die Wassertiefe darf dafür allerdings nicht mehr als zwei Meter betragen.

Ich benutze Aluminiumstangen von fast 4,50 m Länge, die mit einer abnehmbaren Kurbel in den Boden gedreht werden. Durch das schmale Gewinde geht das recht einfach. Diese Stangen habe ich mir bei einer Schlosserei anfertigen lassen. Mein erster Versuch mit Gerüstrohren und Trockenwäscheschnecken scheiterte – die gingen ständig kaputt.

Stangen

Die Verbindung mit dem Boot habe ich mir selbst überlegt – durch „Try and Error“ gelernt. Damit das Boot sich auf und ab bewegen kann, braucht man keine besonders starke Schraube. Ich habe mir im Baumarkt zwei ca. 60 cm lange PVC-Rohre besorgt, außen mit Gummi ummantelt, damit sie das Boot nicht beschädigen. Die Rohre werden über die Stangen geschoben und mit einem Seil an den Klampen fixiert. So kann sich das Boot vertikal bewegen, ohne wegzutreiben – und ohne lästige Ankerleinen. Für mich ist das die beste Methode fürs Karpfenangeln vom Boot!

2015/04/Hervorgehoben

Das Angeln vom Boot bietet dir fantastische Möglichkeiten – der erste Schritt ist die sichere Befestigung.

Abschließend

Hast du noch Fragen zum Karpfenangeln vom Boot? Dann kontaktiere gerne den Kundenservice von Raven – sie helfen dir gerne weiter. Oder besuche einen der großartigen Angelläden in Lelystad oder Steenwijk. Du kannst mir auch auf Facebook folgen – dort helfe ich dir auch gern persönlich weiter!

Willst du auch bei deiner nächsten Karpfensession erfolgreich sein? Dann hol dir die passenden Karpfenartikel – vielleicht fängst du bald deinen persönlichen Rekord!

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Herman_Angeln

Zum Schluss wünsche ich dir: Jeder Piep ein Start in den Run!

Oant sjen (Auf Wiedersehen)

Herman Schuurman