Forellenangeln mit lebendem Köder
Möchtest du mit lebendem Köder auf Forelle angeln? Du kannst unter anderem Powerbait, Mehlwürmer oder Wachsmottenlarven verwenden. Was du sonst noch wissen musst, erfährst du hier.
Powerbait, Mehlwürmer oder Wachsmottenlarven?
Wie in allen Bereichen des Angelns gibt es auch hier keinen Köder, der immer am besten fängt. Für Forellen gibt es viele Ködervarianten. Am häufigsten wird jedoch Powerbait von Berkley verwendet. Mit ein wenig Übung kannst du diesen Forellenteig so formen, dass er wie ein kleiner Fisch durchs Wasser tänzelt. Doch wie viele wissen, spucken Forellen diesen Köder oft auch schnell wieder aus – besonders im Sommer in klaren Teichen. Du siehst die Forelle hinter dem Köder herschießen, ihn aufnehmen und direkt wieder ausspucken, bevor du überhaupt anschlagen kannst.
In solchen Situationen ist es sinnvoll, verschiedene „Waffen“ parat zu haben. Wechsle z. B. zu Lebendködern wie Mehlwürmern oder Wachsmottenlarven. Beide kannst du hervorragend unter einer Pose präsentieren, ohne deine Montage stark ändern zu müssen. Einziger wichtiger Punkt: der passende Haken.
Der Haken
Für lebende Köder verwende ich gern langstielige Haken mit feinem Draht – das erleichtert das Auffädeln. Während wir Powerbait komplett über den Haken ziehen, lassen wir bei Lebendködern meist die Hakenspitze frei. Ich selbst nutze gerne die roten Haken von Tubertini, Serie 22. Sie haben eine weite Biegung, was hilft, den Köder sicher zu halten. Ist die Forelle gierig, nutze ruhig einen großen Haken der Größe 4. Bei vorsichtigeren Fischen wähle ich Größe 5 oder 6. Achte auch auf eine leichte Biegung in der Hakenform – das hilft, dem Köder eine Drehbewegung zu geben. Wichtig: Verwende Haken ohne Öse! Der Köder wird über den sogenannten Bled gezogen – mit Öse würde der Köder entweder hängen bleiben oder reißen.
Die Rute
Wichtig ist auch, dass deine Rute eine sensible Spitze hat. Während wir mit Powerbait ruhig schleppen, arbeiten wir mit lebendem Köder aktiv – kleine Rucke und wechselnde Zugphasen bringen Bewegung in den Köder. Das funktioniert am besten mit einer sensiblen Rute wie der Shimano Shaking Trout oder echten Tremarella-Ruten von Shimano, Tubertini oder DAM.
Ich schlage bei lebendem Köder oft schnell an – da die Hakenspitze frei liegt. Keine Angst vor Fehlbissen! Häufig verfolgt die Forelle den Köder erneut, und du bekommst eine zweite Chance. Mit lebendem Köder sitzt der Haken oft vorne im Maul – er muss also messerscharf sein.
Lebendköder richtig befestigen
Beim Angeln mit Lebendködern verwende ich meist zwei Wachsmottenlarven oder Mehlwürmer. Die Befestigung kann auf verschiedene Weisen erfolgen – so mache ich es:
- Den ersten Köder über die gesamte Länge bis über den Bled aufziehen. Beginne direkt unter dem Kopf – dort ist der Köder am weichsten.
- Den zweiten Köder ebenso ansetzen, aber die Hakenspitze nur leicht nach den Beinchen wieder herausführen.
- Zieh den Köder testweise durchs Wasser – dreht er sich nicht schön, neu anködern, bis er perfekt läuft.
Beißt die Forelle dennoch nicht, kombiniere neu: z. B. Mehlwurm mit Wachsmotte oder Mehlwurm mit Powerbait usw.
Zum Schluss
Hast du noch Fragen zum Forellenangeln mit Lebendködern? Dann wende dich gerne an unseren Kundenservice – wir helfen dir gerne weiter. Oder besuche uns in einem unserer Angelsportgeschäfte in Lelystad oder Steenwijk!
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Petri Heil!
Sebastiaan Swalef