Fährst du in den Urlaub ins Ausland? Reiserute mitnehmen!
Viele Angler kennen das Dilemma: Urlaub mit der Familie, aber trotzdem gerne angeln. Oft eine schwierige Kombination. Auch wenn ich mich über Angeltrips nicht beschweren kann, gibt es Urlaube, bei denen das Angeln nicht im Mittelpunkt steht. Das heißt aber natürlich nicht, dass gar nicht geangelt werden kann! Aber ja – ein echter Angler nimmt schnell eine Menge Ausrüstung und Ruten mit. Das kann zu ehelichen Diskussionen führen, ganz abgesehen davon, dass alles auch noch zum Urlaubsort transportiert werden muss. Meine Regel lautet daher: Urlaub? Reiserute mitnehmen!
Eine Reiserute im Urlaub bedeutet einfach mehr Urlaubsfreude
Letztes Jahr stand Südfrankreich auf dem Plan. In der Nähe von Agde hatten wir ein „Houseboat“ – quasi ein schwimmender Wohnwagen – für eine Woche gemietet. In dieser Woche wollten wir den Canal du Midi entlang schippern. Nach etwas Googeln stellte sich heraus, dass man dort gut fangen kann.
Also stand ich vor der Frage: Sollte ich meine Angelsachen mitnehmen? Eigentlich hatte ich schon Lust. Ich sah mich schon am Abend nach einem Tag Bootfahren entspannt mit einem Gläschen Wein an der Wasserkante sitzen. Unser Hund Pika würde aber auch mitfahren – das bedeutete, dass bereits viel Platz im Auto für Hundebett und andere Dinge draufging. Außerdem: Was sollte ich mitnehmen? Karpfenruten? Friedfischzubehör? Raubfischmaterial? Oder kann man dort vielleicht Wels angeln? Das hätte aber auf keinen Fall ins Auto gepasst. Also ließ ich das schnell bleiben.
Reiseruten passen in jedes Auto!
Um dennoch angeln zu können, entschied ich mich für eine leichte Reiserute, eine aus der Shimano-Serie. Diese Medium-Heavy-Rute konnte ich sowohl in 2,40 m als auch in 2,70 m Länge verwenden. Zwei leichte Rutenhalter passten auch noch ins Futteral der Reiserute, nahmen also keinen extra Platz weg. Eine 4000er Rolle, die ich oft für Schleien benutze, passte perfekt zur Rute. Eine kleine Tasche mit Tacklebox, bestückt mit Bleien, Haken, Vorfächern, einem leichten Bissanzeiger, Zange und anderem Kleinkram, fand ebenfalls noch Platz. Ein nicht zu großes klappbares Kescher rundete das Set ab.
Einfach und entspannt angeln – aber effektiv.
So fuhren wir zu dritt ins schöne Frankreich, um ein paar Tage auf dem Canal du Midi zu verbringen. In den ersten Tagen kam ich nicht zum Angeln. Aber am dritten Abend entschloss ich mich, es mal zu versuchen. Im örtlichen Supermarkt hatte ich ein paar Dosen Mais gekauft. Mit einem Drittel davon legte ich zuerst eine großzügige Futterstelle an, noch bevor ich mein Tackle aufbaute – damit die Fische Zeit hatten, das Mais zu finden. In aller Ruhe montierte ich dann meine Reiserute.
Im Wasser herrschte eine leichte Strömung, aber nichts Wildes. Ich entschied mich für ein 20g Laufblei, das frei auf der Schnur gleitet. Danach montierte ich einen kleinen Wirbel und ein ca. 30 cm langes Vorfach mit einem stabilen Haken der Größe 12 samt Haarmontage. Zwei Maiskörner kamen aufs Haar und wurden mit einem Stopper gesichert. Ein kurzer Unterhandwurf genügte, um alles in die Kanalmitte zu platzieren.
Die ersten Aktionen am Spot!
Ich stellte die Rute auf die Halter. Zur Sicherheit hatte ich auch einen meiner Karpfen-Bissanzeiger eingepackt. Als alles lag, befestigte ich den leichten Bissanzeiger an der Schnur. Voilà – die Fische können kommen! Ich schenkte mir ein Glas Rosé ein und dachte: Das Leben ist doch schön. Vive la France!
Nach einer Weile gab es einige heftige Zupfer. Der Bissanzeiger stieg kurz und fiel direkt wieder ab. Schnurschwimmer, dachte ich – ein gutes Zeichen, denn es sind Fische da! Kurz danach stieg der Bissanzeiger gleichmäßig an – ich schlug an und hatte den ersten Fisch des Urlaubs: eine durchschnittliche Brasse. Kurz darauf folgten noch eine Brasse, ein großer Rotauge und ein Zwergwels. Ich hatte richtig Spaß!
In den drei darauffolgenden Tagen saß ich jeden Abend ein paar Stunden entspannt am Kanal. Neben weiteren Brassen und Zwergwelsen konnte ich auch zwei Schuppenkarpfen und eine große Karausche fangen. Die Schuppenkarpfen waren besonders kampfstark und sorgten für viel Action an meiner leichten Rute. Als wir nach einer Woche wieder heimfuhren, hatten wir einen wunderschönen Urlaub hinter uns – und ich war froh, doch meine Reiserute mitgenommen zu haben. Urlaub? Reiserute mitnehmen!
Zum Schluss
Hast du Fragen zum Kauf einer Reiserute? Dann wende dich gerne an unseren Kundenservice – wir helfen dir gerne weiter! Oder besuche eines unserer Angelsportgeschäfte in Lelystad oder Steenwijk!
Möchtest du auch eine kompakte Reiserute kaufen? Dann sichere dir jetzt die passende Reiserute und starte gut vorbereitet in deinen Urlaub!
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